Alle Veranstaltungen
Auf dieser Seite finden Sie alle Angebote im KörberHaus in einem Kalender.
Unsere wiederkehrenden Veranstaltungen finden Sie auch in unserem Programmheft zum Download.
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In „Man kann auch in die Höhe fallen“ erzählt Joachim Meyerhoff wie er für einen Sommer zu seiner über achtzigjährigen Mutter aufs Land nach Schleswig Holstein flieht. Nach dem Umzug von Wien nach Berlin fällt ihm das Ankommen in der Hauptstadt schwer: Er ist gestresst, gereizt – und spürt noch immer die Folgen seines Schlaganfalls. Es scheint, als drohe ihm sein Leben zu entgleiten. Um wieder klarzukommen, sucht er Zuflucht bei der Mutter – wo sonst? Außerdem will er endlich wieder schreiben. Vielleicht löst die frische Meerluft in Mamas Garten die Berliner Schreibblockade … Was als Flucht vor den eigenen Problemen beginnt, wird zur Begegnung mit der Vergangenheit. Das Stück erzählt mit entwaffnender Offenheit und feinem Witz von Krisen, Nähe und Neubeginn. Aus kleinen Alltagsmomenten und Anekdoten entstehen große Fragen: Wie war die eigene Kindheit im Norden, und wie führte der Weg einst zu Meyerhoffs Schauspielkarriere? Was funktioniert heute nicht im eigenen Familienleben? In einem fein austarierten Spiel zwischen groteskem Humor und melancholischer Tiefe begegnen sich Mutter und Sohn auf neue Weise. Zwischen Älterwerden und Erinnerungen entfaltet sich ein Theaterabend über das, was uns trägt – auch wenn wir fallen.
Schauspiel nach dem Roman von Joachim Meyerhoff
Eine Produktion des Altonaer Theaters
Regie: Lea Ralfs
Bühne und Kostüme: Ulrike Engelbrecht
Dramaturgie: Gregor Schuster
Mit Marion Martienzen, Georg Münzel
Foto: Caren Detje
Vier Regisseur*innen, vier Schauspieler*innen, vier Mal Schotty – freuen Sie sich auf vier neue Folgen der Kultserie „Der Tatortreiniger“ auf der Bühne des LichtwarkTheaters!
Über den Wolken
Bei der Reinigung des Tatorts wird Schotty vom Täter überrascht und wird selbst zur Geisel – das gilt es aber auszudiskutieren …
Anbieterwechsel
Schotty putzt in einem Maklerbüro für Religionen und kommt mit der Besitzerin ins Gespräch über Gott und die Welt – und das Leben danach. Wie stellt sich Schotty eigentlich das Paradies vor?
Nicht über mein Sofa
Bei einer wohlhabenden alten Dame wurde eingebrochen, doch der Dieb verunglückt auf der Flucht tödlich. Schotty wird zur Reinigung gerufen und ist sich plötzlich nicht mehr sicher, ob es sich hier wirklich um einen Unfall handelt und gerät in eine moralische Zwickmühle.
Sind sie sicher?
Schotty trifft auf den sadistischen Geschäftsführer einer Consulting-Firma, der seine Mitarbeiter*innen bis ins kleinste Detail überwacht, massiv unter Druck setzt und manipuliert. Bis Schotty den Spieß umdreht …
Von Mizzi Meyer
Eine Produktion der Hamburger Kammerspiele
Regie: Ulrich Bähnk, Björn Kruse, Nina Pichler, Cornelia Schirmer
Bühne und Kostüme: Johannes Fischer
Dramaturgie: Helke Rüder
Mit Ulrich Bähnk, Alexander Wipprecht u. a.
Foto: Bo Lahola
Vier Regisseur*innen, vier Schauspieler*innen, vier Mal Schotty – freuen Sie sich auf vier neue Folgen der Kultserie „Der Tatortreiniger“ auf der Bühne des LichtwarkTheaters!
Über den Wolken
Bei der Reinigung des Tatorts wird Schotty vom Täter überrascht und wird selbst zur Geisel – das gilt es aber auszudiskutieren …
Anbieterwechsel
Schotty putzt in einem Maklerbüro für Religionen und kommt mit der Besitzerin ins Gespräch über Gott und die Welt – und das Leben danach. Wie stellt sich Schotty eigentlich das Paradies vor?
Nicht über mein Sofa
Bei einer wohlhabenden alten Dame wurde eingebrochen, doch der Dieb verunglückt auf der Flucht tödlich. Schotty wird zur Reinigung gerufen und ist sich plötzlich nicht mehr sicher, ob es sich hier wirklich um einen Unfall handelt und gerät in eine moralische Zwickmühle.
Sind sie sicher?
Schotty trifft auf den sadistischen Geschäftsführer einer Consulting-Firma, der seine Mitarbeiter*innen bis ins kleinste Detail überwacht, massiv unter Druck setzt und manipuliert. Bis Schotty den Spieß umdreht …
Von Mizzi Meyer
Eine Produktion der Hamburger Kammerspiele
Regie: Ulrich Bähnk, Björn Kruse, Nina Pichler, Cornelia Schirmer
Bühne und Kostüme: Johannes Fischer
Dramaturgie: Helke Rüder
Mit Ulrich Bähnk, Alexander Wipprecht u. a.
Foto: Bo Lahola
Ein Kabarettprogramm über digitale Doppelmoral, künstliche Gefühle und echte Abgründe. Im neuen Soloprogramm „KI – Keine Identität“ nimmt Mathias Richling das Publikum mit auf eine rasante Reise durch die irritierend widersprüchliche Welt der künstlichen Intelligenz – und zeigt dabei vor allem eines: Die größte Verwirrung entsteht nicht in den Algorithmen, sondern in unseren Köpfen. Was passiert, wenn Chatbots plötzlich sensibler wirken als Vorstandsvorsitzende? Warum fürchten wir Maschinen, die angeblich unsere Jobs wegnehmen, während wir selbst jeden Tag denkbar schlechte Entscheidungen treffen? Und wie viel Identität braucht der Mensch überhaupt, während er fleißig Filter, Avatare und digitale Masken stapelt? Mit scharfem Witz, präziser Beobachtungsgabe und einer ordentlichen Portion Selbstironie seziert Mathias Richling die moderne Tech-Gläubigkeit – zwischen Datenschutzpanik und Daueroptimierung, zwischen Siri-Treue und Google-Glaubenskrise. Es wird philosophiert, parodiert und pointiert, bis klar ist: Vielleicht brauchen wir weniger künstliche Intelligenz … und ein bisschen mehr natürliche.
„KI – Keine Identität“ ist ein Abend voller Humor, Tempo und überraschender Denkanstöße – eine kabarettistische Bestandsaufnahme unserer digitalisierten Gegenwart. Für alle, die über KI lachen wollen, bevor sie es über uns tut.
Foto: Mathias Richling
Manche Leute denken immer noch, A-cappella sei eine staubige Domäne für fade Musikdarbietungen ohne Wumms. Die haben ihre Rechnung ohne Maybebop gemacht! Rund 25 Jahre nach ihrer Gründung sind sie unverbrauchter denn je und unterlaufen genüsslich jede Erwartungshaltung. Was diese Band seit einem Vierteljahrhundert hauptberuflich treibt, ist weit mehr als bloße vokale Akrobatik. Es ist eine Auseinandersetzung mit der Essenz musikalischen Ausdrucks, destilliert auf das reine Menschliche: die Stimme. Die Ergebnisse sind eigene, deutschsprachige Kompositionen, die sich elegant zwischen scharfzüngiger Satire, tiefgründiger Reflexion, berührender Empathie und absurder Komik bewegen. Maybebop ist intellektuell agil und politisch unmissverständlich. Sie stehen für Toleranz und Offenheit, ihre Texte sind eine klare Absage an jegliche Form des Populismus. Ihr erklärtes Anliegen ist es, das Soziale und Gute nicht nur zu besingen, sondern es aktiv zu befeuern. Dabei ist ihr Idealismus angenehm bodenständig und fest in der Realität verankert. Allein schon ihr grundsympathischer, selbstironischer Umgang miteinander ist Balsam für jede Publikums-Seele.
Maybebop kitzelt das Hirn, berührt die Seele und schmeichelt dem Herzen. Nie lässt sich vorhersehen, was die Vier auf Lager haben. Nur im Wesentlichen kann man sich sicher sein, was man bekommt: Vier Typen. Vier Mikrofone. Sonst nichts.
Gesang: Oliver Gies, Jan Malte Bürger, Christoph J. Hiller, Lukas H. H. Teske
Foto: Sven Sindt
2023 feierten die Boogie Woogie Brothers ihr 50-jähriges Livejubiläum: Seit 1973 stehen sie gemeinsam auf internationalen Bühnen. Die charismatischen Brüder haben das Feeling für erdigen, schnörkellosen Boogie und seine Lebensfreude. Kaum hat Axel dem Piano die ersten Klänge entlockt, kaum Torsten die Besen sanft über die Trommeln streichen lassen, toben die Zuhörer vor Begeisterung. Wer einmal ein Boogie-Konzert des Brüderpaars erlebte, versteht warum: Boogie ist ein zwölft aktiges Antidepressivum, das sofort gute Stimmung macht. Der Sound sitzt nicht nur perfekt, er bläst einen weg!
Aus der kreativen Energie des Berliner Stadtteils Moabit Tiergarten mit dem ehemaligen Postzustellcode Berlin 21 entstand eine Formation, die urbanen Jazz mit Funk und Soul auflädt: Berlin 21 Streetworkers. Was einst als spontane musikalische Reaktion auf die Auftrittsverbote während der Corona-Pandemie mit Straßenkonzerten begann, ist heute ein musikalisches Kraftpaket auf hohem Niveau – energiegeladen, publikumsnah und tanzbar. Mit Soul-, Funk- und Jazzklassikern sowie Eigenkompositionen trifft das Ensemble den musikalischen Nerv der Generationen, die mit Groove und Gefühl aufgewachsen sind – und spricht ein neugieriges, stiloffenes und jazzaffines Publikum an.
Gesang: Emil Wahlgren
Piano, Keyboards: Lionel Haas
Gitarre: Alexey Wagner
Bass: Martin Lillich
Schlagzeug, Percussions: Torsten Zwingenberger
Piano: Axel Zwingenberger
Foto: Christa Zwingenberger
Lesung & Interview
Politiker müssen etwas zu sagen haben, aber Reden ist auch gefährlich. Jeder Satz kann aus dem Zusammenhang gerissen, auf die Goldwaage gelegt und vom politischen Gegner bewusst fehlinterpretiert werden. Nichts ist so einfach wie man es gerne hätte, aber komplizierte Sachverhalte zu erklären ist in Zeiten von kurzen Aufmerksamkeitsspannen eine besondere Herausforderung. Oft müssen Themen wie die Veräußerungserlösgewinnsteuer erst einmal „übersetzt“ werden, um auf ihre Relevanz für Bürgerinnen und Bürger hinzuweisen und damit ihr Interesse zu wecken. Wer in der Politik erfolgreich sein will, lernt früh das zu sagen, was die Wählerinnen und Wähler vermeintlich hören wollen. Und das können auch Halbwahrheiten sein.
Gregor Gysi erklärt, wie Kommunikation im politischen Betrieb funktioniert, warum die Abgeordneten nicht nach Professionalität aufgestellt werden, welche Redezeitbegrenzungen im Bundestag gelten, warum er sich in Talkshows vor allem an die Zuschauer wendet und weniger an die Mitdiskutanten, wie unterschiedlich Printmedien und Talkshows funktionieren und wie wichtig, aber auch wie schwierig es ist, Sachverhalte vereinfacht und zugleich korrekt darzustellen. Ein anekdotenreicher Blick hinter die Kulissen des Politikbetriebs. Die Moderation des Abends übernimmt der Journalist Hans-Dieter Schütt.
Foto: Deutscher Bundestag
In seinem neuen Theaterstück beschäftigt sich Ferdinand von Schirach mit dem Dilemma, dass in Fällen von sexueller Gewalt nahezu immer Aussage gegen Aussage steht. Katharina Schlüter, eine erfolgreiche TV-Moderatorin, beschuldigt ihren ehemaligen Geliebten, den Unternehmer Dr. Christian Thiede, sie vergewaltigt zu haben. Zeugen gibt es für dieses Vergehen nicht, und so dreht sich im Strafprozess alles um die Frage der Glaubwürdigkeit. Sowohl für den Angeklagten als auch für die Klägerin steht viel auf dem Spiel: Die weitere private und berufliche Zukunft sowie die Reputation hängen maßgeblich davon ab, wessen Version das Gericht bestätigen wird. Das Stück zeigt, wie kompliziert eine Urteilsfindung in solchen Fällen ist und wie eng sie mit gesellschaftlichen Werten und herrschenden Vorurteilen zusammenhängt.
Von Ferdinand von Schirach
Eine Produktion der Hamburger Kammerspiele
Regie: Axel Schneider
Dialogregie: Stine Kegel
Kostüme: Sarah Yekani Zare
Dramaturgie: Anja Del Caro
Mit Franz-Joseph Dieken, Katrin Gerken, Dirk Hoener/Ingo Meß, Lisa Karlström, Andrea Lüdke, Antje Otterson, Pierre Sanoussi-Bliss/Sewan Latchinian
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 24. Februar 2027 mit Helke Rüder (Dramaturgin Hamburger Kammerspiele) im CaféSchmidtchen im Körberhaus
Foto: Bo Lahola
In seinem neuen Theaterstück beschäftigt sich Ferdinand von Schirach mit dem Dilemma, dass in Fällen von sexueller Gewalt nahezu immer Aussage gegen Aussage steht. Katharina Schlüter, eine erfolgreiche TV-Moderatorin, beschuldigt ihren ehemaligen Geliebten, den Unternehmer Dr. Christian Thiede, sie vergewaltigt zu haben. Zeugen gibt es für dieses Vergehen nicht, und so dreht sich im Strafprozess alles um die Frage der Glaubwürdigkeit. Sowohl für den Angeklagten als auch für die Klägerin steht viel auf dem Spiel: Die weitere private und berufliche Zukunft sowie die Reputation hängen maßgeblich davon ab, wessen Version das Gericht bestätigen wird. Das Stück zeigt, wie kompliziert eine Urteilsfindung in solchen Fällen ist und wie eng sie mit gesellschaftlichen Werten und herrschenden Vorurteilen zusammenhängt.
Von Ferdinand von Schirach
Eine Produktion der Hamburger Kammerspiele
Regie: Axel Schneider
Dialogregie: Stine Kegel
Kostüme: Sarah Yekani Zare
Dramaturgie: Anja Del Caro
Mit Franz-Joseph Dieken, Katrin Gerken, Dirk Hoener/Ingo Meß, Lisa Karlström, Andrea Lüdke, Antje Otterson, Pierre Sanoussi-Bliss/Sewan Latchinian
Publikumsgespräch im Anschluss an die Vorstellung am 24. Februar 2027 mit Helke Rüder (Dramaturgin Hamburger Kammerspiele) im CaféSchmidtchen im Körberhaus
Foto: Bo Lahola
„Der Circle“ ist ein weltweit operierendes Unternehmen, das es sich zum Ziel gemacht hat, alle digitalen Dienstleistungen auf eine Plattform zu konzentrieren. Die 24-jährige Mae ergattert hochmotiviert einen Job in der innovativen Firma, dank der sich jeder Mensch mit einer einzigen Online-Identität durchs Netz bewegen kann. Durch die Gleichschaltung und die wegfallende Anonymität im Internet wird Transparenz das oberste Gebot der globalen Firma – sharing is caring. Ein gefährliches Unterfangen, denn Mae merkt zunehmend, dass „Der Circle“ sich zu einem System der totalen Überwachung installiert. Sie muss sich entscheiden: Bleibt sie Teil dieses totalitären Systems, um die Vorteile weiter nutzen zu können, oder beginnt sie dagegen zu kämpfen, um ihre individuelle Identität zu erhalten?
Basierend auf dem Roman von Dave Eggers
Deutsch von Ulrike Wasel und Klaus Timmermann
Eine Produktion des Altonaer Theaters
Regie und Bühnenfassung: Georg Münzel
Bühne: Jörg Kiefel
Dramaturgie: Stine Kegel
Mit dem Ensemble des Altonaer Theaters
Basierend auf dem Buch DER CIRCLE ©2013, Dave Eggers.
Alle Rechte vorbehalten.
Deutsche Übersetzung: Rowohlt Theater Verlag, Hamburg.
Dramaturgische Einführung vor der Vorstellung mit Georg Münzel (Oberspielleiter Altonaer Theater)
Foto: G2 Baraniak